Kind schauet Stücke Dauerausstellung
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Die vier großen historischen Wendepunkte

Bild von der Halle des hier sind die Menschen

Vor 500.000 Jahren: Die Menschen sind da

Zum ersten Mal tauchten Menschen in unserer Region auf. Sie waren direkte Vorfahren der Neandertaler und gehörten nicht zu unserer Menschenart. Die Jäger und Sammler zogen auf der Suche nach Feuersteinen und Nahrung durch eine unberührte Landschaft. Sie unterbrachen regelmäßig ihre Wanderung, errichteten ein Lager und machten sich dann einige Zeit später wieder auf den Weg. Schon bald schien es, als wären sie nie hier gewesen. Sie hinterließen jedoch Spuren, seltene, aber deutliche Beweise ihrer Kultur.

Diese Menschen aus der fernen Vergangenheit fertigten effiziente Werkzeuge aus Feuersteinen an, entwickelten durchdachte Jagdmethoden und konnten miteinander kommunizieren. Das alles war Bestandteil ihrer Kultur. Sie brachten ihren Kindern auch alle lebensnotwendigen Fähigkeiten bei und organisierten auf diese Weise ihr Leben, das stark von der Natur geprägt war. Ihre Kultur half ihnen zu überleben.

Bild von der Halle der ersten Bauern

5300 v. Chr.: Die ersten Bauern

Menschen mit einer völlig neuen Lebensweise ließen sich im Süden unserer Region nieder. Es waren Bauern, die aktiv in ihre Umgebung eingriffen. Sie fällten Bäume, um Platz für Äcker und Bauernhöfe zu schaffen, und bauten auf den fruchtbaren Lehmböden verschiedene Sorten Getreide an. Sie hielten auch Rinder, Ziegen und Schweine. Die Jagd diente ihnen nur noch als ergänzende Nahrungsquelle.
Auf den Sandböden im Norden unserer Region wanderten bereits seit Jahrtausenden Jäger und Sammler. An ihrem Nomadenleben hatte sich im Laufe der Zeit kaum etwas geändert. Das Aufkommen der Bauern hatte für diese Gruppen jedoch tiefgreifende Folgen. Langsam, aber sicher übernahmen die Jäger die Lebensweise der Bauern. Auch sie blieben schließlich an einem festen Ort, wurden sesshafte Bauern und fertigten Keramik an.

ein Bild von der Halle der elite

825 v. Chr.: Zum ersten Mal eine Elite

Zwei Neuerungen erreichten unsere Region: eiserne Gebrauchsgegenstände aus Mitteleuropa und Salz von der niederländischen Nordseeküste. Es entstand ein intensiver Handel. Überschüsse der lokalen Landwirtschaft wurden gegen diese heißbegehrten Produkte eingetauscht. Einige ehrgeizige Familienoberhäupter konkurrierten miteinander, um Schlüsselposition in den neuen Handelsnetzwerken einzunehmen. Es gelang ihnen, die Transaktionen zu kontrollieren und zu entscheiden, wer was bekam. So wurde allmählich das Ende einer Gesellschaft eingeläutet, in der jeder ungefähr gleich war. Über den einfachen Bauern stand jetzt eine kleine Gruppe von Menschen, die es auf persönliche Macht abgesehen hatte und sich als Elite profilierte.

ein Bild von der Halle: Die Römer gründeten Tongeren

10 v. Chr.: Die Römer gründeten Tongeren

Atuatuca Tungrorum war die erste Stadt überhaupt in unserer Region. Sie wurde nicht rein zufällig in einem fruchtbaren landwirtschaftlichen Gebiet errichtet, das eine strategische Lage an der Straße zwischen Boulogne (Frankreich) und Köln (Deutschland) hatte. Die römischen Soldaten steckten um 10 vor Christus das Straßenmuster ab und bereiteten das Gelände für die Bebauung vor. Allmählich errichtete die örtliche Elite dort Häuser. Die Römer beeinflussten so gut wie alle Aspekte der bestehenden Lebensweise: die Bautechniken und Essgewohnheiten, die Körperpflege und die Mode, die Gesetzgebung und die Religion. Die Elite stand der römischen Kultur sehr aufgeschlossen gegenüber. Sie übernahm einen Großteil der neuen Kultur und brachte auch niedrigere Bevölkerungsschichten damit in Berührung. Daraufhin entstand eine Mischkultur.

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